ADHS & Autismus: Welche Alltagssituationen überfordern?
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Polemix -
7. September 2025 um 19:59 -
228 Mal gelesen -
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Bei der Doppeldiagnose ADHS & Autismus werden besonders häufig folgende Alltagssituationen als Auslöser für Reizüberflutung genannt:
- Laute, überfüllte Orte wie Einkaufszentren, Straßenfeste oder öffentliche Verkehrsmittel, die mit vielen unterschiedlichen Geräuschen und optischen Reizen überfordern. Hier können Autismus-typisch die starke sensorische Empfindlichkeit und ADHS-typisch die Unfähigkeit, unwichtige Reize auszublenden, zusammenkommen.
- Klassenräume oder Universitäten, in denen viele Reize zugleich verarbeitet werden müssen und gleichzeitig Konzentration gefordert ist. Die Kombination aus Reizüberempfindlichkeit und Aufmerksamkeitsdefiziten erschwert die Aufnahme von Informationen stark.
- Soziale Situationen und Gruppengespräche, bei denen neben der Herausforderung sozialer Interaktion auch viele verbale und nonverbale Reize aufeinandertreffen. Impulsivität durch ADHS und soziale Unsicherheiten durch Autismus können Stress und Überforderung verstärken.
- Unvorhergesehene Veränderungen oder fehlende Struktur im Alltag, die besonders autistische Personen stressen, während ADHS-Betroffene gleichzeitig Schwierigkeiten haben, sich an Routinen zu halten. Der so entstehende innere Konflikt trägt zur Reizüberflutung bei.
- Multitasking oder stark stimulierende Umgebungen, in denen schnelle Reaktionen auf wechselnde Reize notwendig sind, was bei der Kombi ADHS+Autismus schnell zu Überforderung und Erschöpfung führt.
- Sensorische Trigger wie grelles Licht, laute oder plötzliche Geräusche, ungewöhnliche Texturen oder Gerüche, die bei Autismus allein stark wirken und bei Doppeldiagnose durch die ADHS-Symptome verstärkt wahrgenommen werden.
- Stressige Alltagssituationen ohne ausreichende Rückzugsmöglichkeiten, was zu sogenannten Meltdowns oder Shutdowns führen kann, da die Reizverarbeitung überlastet ist.
Diese Belastungen machen oft Pausen, Rückzugsorte oder gezielte Strategien zur Reizreduktion im Alltag für Betroffene mit Doppeldiagnose besonders wichtig, um Überforderung zu vermeiden und Lebensqualität zu erhalten