ADHS & Autismus Selbsthilfegruppe Bad Vilbel – Gründung & Konzept

Community, Selbsthilfegruppen, Beratungsangebot, Adressverzeichnis in unserem Dachverband

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Die ADHS & Autismus Selbsthilfegruppe in Bad Vilbel gibt es seit Mai 2025 – und sie entwickelt sich weiter. In diesem Beitrag erzähle ich, wie die Gruppe entstanden ist, was sie von anderen Gruppen unterscheidet und was seit der Gründung neu dazugekommen ist – darunter das Ampelsystem mit Tischkarten, das wir seit März 2026 einsetzen.

Warum ich diese Gruppe gegründet habe

Nach meiner ADHS & Autismus Diagnose (2021 und 2022) war mein erster Impuls: Ich muss andere Menschen finden, die das kennen. Menschen, die nicht fragen müssen, wie sich Reizüberflutung anfühlt. Die nicht zweifeln, wenn ich von kleinen Alltagshürden berichte, die nach außen unsichtbar sind.

Also bin ich in Selbsthilfegruppen gegangen. Was ich dort erlebt habe, war gut gemeint – aber es hat nicht gepasst. Nicht für mich. Und vermutlich nicht für viele andere, die in einer ähnlichen Situation sind.

Das Thema fehlte. Die meisten Gruppen hatten entweder ADHS oder Autismus als Schwerpunkt. Die Doppeldiagnose war kein Thema. Dabei ist genau diese Kombination eine eigene Realität, mit eigenen Herausforderungen, eigenen Stärken, und einem Alltag, den man nicht einfach in eine der beiden Schubladen stecken kann.

Der Rahmen hat nicht gepasst. Viele Treffen fanden in Bistros statt – mit Hintergrundmusik, hellem Licht, Stimmengewirr. Orte, die für neurodivergente Menschen schon unter normalen Umständen anstrengend sind. Wer sich auf einen solchen Abend einlässt, gibt bereits bevor das erste Wort fällt, enorm viel Energie aus.

Die Uhrzeit war unrealistisch. Zwischen 19 und 23 Uhr – das ist für viele schlicht zu spät. Wer tagsüber bereits alles gibt, wer sensibel auf Reize reagiert oder einfach einen geregelten Schlafrhythmus braucht, kann um 19 Uhr nicht noch mal von vorne anfangen.

Und dann war da noch die Elterngruppe. Eine Selbsthilfegruppe für Autismus – die sich beim näheren Hinsehen als Gruppe für Eltern ohne eigene Diagnose herausstellte. Ich berichtete von alltäglichen Hürden, von Reizüberflutung, von kleinen Erfolgen und von Strategien, die funktionieren – und welche nicht. Und ich merkte es an den Gesichtern. Die anderen nickten, aber es war nicht echt. Manche fragten nach – mit einem Unterton: „Das kann doch nicht so sein." Andere schwiegen einfach. Das war härter als jede Frage.

Was mir fehlte, war ein Ort für Betroffene. Ein Raum, in dem niemand erklären muss, warum ein einziger Termin den ganzen Tag kosten kann. Ein Raum, in dem niemand erklärt werden muss, warum soziale Situationen Energie kosten – weil das hier alle kennen.

Denn das ist die Realität vieler neurodivergenter Menschen: Es kostet enorm viel, sich auf den Weg zu machen. Und wenn man dann endlich da ist – dann soll da auch etwas sein. Kein Neustart von vorne. Kein oberflächlicher Austausch. Sondern echte Tiefe. Echtes „Ich kenne das." Echtes „Du bist nicht allein."

Warum erst 2025?

Die Idee war nicht neu. Schon seit 2022 gibt es unsere digitale Selbsthilfegruppe – ein erster Schritt, der gezeigt hat: Der Bedarf ist da. Die Menschen suchen genau das.

Aber eine Gruppe vor Ort zu gründen – das war nochmal etwas anderes. Die Vorstellung, eine Gruppe zu leiten, hat mich lange abgeschreckt. Das Bild eines Vortrags im Kopf, bei dem einer spricht und alle anderen nur schauen. Dieser Druck, diese Erwartung auf den Schultern – das wollte ich nicht. Als neurodivergenter Mensch weiß ich genau, wie viel das kosten kann. Und ob ich das wirklich tragen kann.

Erst in Gesprächen mit Eva Rabolt von der Selbsthilfekontaktstelle in Bad Vilbel hat sich das geändert. Sie hat mir gezeigt, dass die Ängste, die ich hatte, keine Ausnahme sind, dass viele Gruppengründer genau dasselbe fühlen, und ich damit nicht allein stehe. Sie hat mir aufgezeigt, welche Möglichkeiten es gibt und wie sie mich dabei unterstützen kann. Sie hat mir quasi die Angst genommen. Und war bei den ersten Terminen selbst mit dabei.

Von da an war mir klar: Eine Selbsthilfegruppe ist kein Vortrag. Ich muss nicht performen. Ich muss nicht alles wissen. Und ich muss sie nicht alleine tragen.

Wenn ich das angehe, dann richtig. Mit allem, was ich mir selbst gewünscht hätte.

  • Autismusfreundliche Räume – kein Bistro, kein Lärm, kein grelles Licht. Ein Raum, der sich für neurodivergente Menschen wirklich anfühlt wie ein sicherer Ort.
  • Eine sinnvolle Uhrzeit – freitags nachmittags, damit wirklich alle kommen können. Nicht um 19 Uhr, nicht bis 23 Uhr.
  • Regelmäßiger als andere – die meisten Selbsthilfegruppen treffen sich einmal im Monat oder sogar nur alle zwei Monate. Das schafft keine echte Verbindung. Wir treffen uns alle zwei Wochen.
  • Die Doppeldiagnose als Thema – nicht ADHS oder Autismus, sondern beides. Weil genau diese Kombination in der Selbsthilfelandschaft bis heute kaum einen eigenen Platz hat.

Genau dafür habe ich im Mai 2025 diese Gruppe gegründet.

"ohne feste Gruppenleitung" – was das bedeutet und was es nicht bedeutet

Beim Start der Gruppe haben wir geschrieben: „Offenes Konzept ohne feste Gruppenleitung." Das war gut gemeint, jedoch von uns schlecht erklärt.

Was wir damit meinten: Keine Hierarchie. Kein Chef. Kein Lehrer, der vorgibt was besprochen wird. Ein Raum, in dem alle gleichberechtigt sind – einschließlich derjenigen, die die Gruppe organisieren.

Was viele Teilnehmende daraus gelesen haben: Dass es niemanden gibt, an den man sich wenden kann. Dass unklar ist, wer die Gruppe trägt. Dass Treffen einfach ausfallen könnten, wenn niemand da ist.

Das ist verständlich – und es war unser Fehler, das nicht von Anfang an klarer zu sagen.

Die Wahrheit ist: Hinter der Gruppe steht ein fester Ansprechpartner. Wir nennen diese Rolle bewusst „Initiator der Selbsthilfegruppe" – denn genau das ist es: jemand, der einen geschützten Raum zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung ins Leben gerufen hat und erhält. Als Mitglied unseres Vereins sorgt der Initiator dafür, dass alles organisiert ist, damit die Treffen stattfinden können – verlässlich, strukturiert und mit einem klaren Rahmen. Wer Fragen hat, vor dem ersten Besuch unsicher ist oder einfach wissen möchte was ihn erwartet, kann sich jederzeit an ihn wenden.

Was es nicht gibt: eine Person, die über der Gruppe steht. Alle sitzen gleichberechtigt am selben Tisch – auch der Initiator.

Und wenn der Initiator mal nicht kann? Die Treffen finden trotzdem statt. Wir versuchen sicherzustellen, dass in diesem Fall ein anderes Mitglied unseres Vereins vor Ort ist. Termine absagen ist unser allerletztes Mittel – denn der Bedarf ist zu groß, als dass wir einfach eine Tür schließen. Außer zwischen Weihnachten und Neujahr sind wir das gesamte Jahr vor Ort – auch in den Schulferien.

Autismusfreundliche Räumlichkeiten

Viele Selbsthilfegruppen finden in Bistros, Cafés oder Gemeinschaftsräumen statt, die für neurodivergente Menschen eine echte Herausforderung sein können – laute Hintergrundmusik, grelles Licht, Stimmengewirr von allen Seiten. Wer bereits mit Reizüberflutung zu kämpfen hat, gibt dort Energie aus, bevor das erste Wort gesprochen wurde.

Wir haben das bewusst anders gemacht. Unsere Treffen finden in speziell gestalteten, reizarmen Räumlichkeiten statt, die den sensorischen Bedürfnissen neurodivergenter Menschen entsprechen:

  • Reizarme Umgebung – kein Lärm von außen, keine Hintergrundmusik
  • Angepasste Beleuchtung – das Licht lässt sich dimmen
  • Optimierte Raumakustik – kein Hall, keine Geräuschkulisse
  • Beruhigende Farbgestaltung – kein visueller Stress
  • Schadstoffarme Materialien – für Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten

Solche Umgebungen können umweltbedingte Barrieren messbar abbauen und eine selbstbestimmte Teilhabe fördern. Nicht wenige Teilnehmende berichten, dass sie sich hier zum ersten Mal in einer Gruppensituation wirklich wohlfühlen konnten.

Was hat sich wann geändert?

Selbsthilfe bedeutet für uns auch, dass wir zuhören und uns weiterentwickeln. Viele der Änderungen hier sind direkt durch Feedback aus der Community entstanden. Damit das für alle nachvollziehbar bleibt, dokumentieren wir hier was sich wann geändert hat – und warum.

August 2025 – Neuer Gruppenrhythmus

Verlässlichkeit statt Chaos: Wir treffen uns jetzt alle zwei Wochen

Vorher fand die Gruppe am 1. und 3. Freitag im Monat statt. Das hat in der Praxis zu Verwirrung geführt, je nach Monat lagen die Termine mal näher, mal weiter auseinander, was sich unregelmäßig angefühlt hat. Seitdem treffen wir uns verlässlich alle zwei Wochen – immer in den ungeraden Kalenderwochen.

September 2025 – Digitales Anmeldesystem

Seit September 2025 läuft die Anmeldung über unser digitales Kalendersystem – unkompliziert, transparent und mit voller Kontrolle für alle Teilnehmenden. Kein Hin- und Herschreiben per E-Mail, kein Rätselraten ob noch Platz ist. Alle Details dazu findest du hier: Einfach anmelden: Unsere neue Terminbuchung ganz unkompliziert!

Februar 2026 – Größerer Raum & geschützter Bereich im Forum

Mehr Platz, mehr Schutz, mehr Klarheit

  • Größerer Gruppenraum & mehr Plätze: Wir sind vom kleinen in den großen Gruppenraum gewechselt. Das hat uns auch ermöglicht, die maximale Teilnehmerzahl von 8 auf 10 Personen zu erhöhen.
  • Geschützter Forum-Bereich: Der Bereich Bad Vilbel in unserer digitalen Selbsthilfegruppe ist nun nur noch für Teilnehmende zugänglich, die vor Ort an der Selbsthilfegruppe oder Beratungsstelle teilgenommen haben. So bleibt der Austausch unter Menschen, die sich kennen.
  • Eigenes Abzeichen für Teilnehmende: Im Forum sind Teilnehmende der Vor-Ort-Gruppe jetzt sofort erkennbar, durch ein eigenes Abzeichen und eine eigene Farbe im Benutzername.
  • Begleitpersonen im Kalender entfernt: Die Option „Begleitperson" im Kalendersystem hat in der Praxis nicht gut funktioniert, daher haben wir die Funktion entfernt. Besser ist es, wenn sich jede Person selbst registriert und anmeldet.
März 2026 – Ampelsystem & überarbeiteter Artikel

Bessere Kommunikation in der Gruppe und nach außen

  • Neues Gesprächssystem: Das Ampelsystem mit Bällen 🟢🟡🔴 – Ein visuelles System, das es einfacher macht das Wort zu ergreifen – ohne soziale Verhandlungen, ohne den richtigen Moment abwarten zu müssen.
  • Struktur und Kommunikation verbessert – Der Ablauf der Treffen wurde klarer strukturiert, und dieser Artikel wurde vollständig überarbeitet – unter anderem um Missverständnisse rund um den Begriff „Gruppenleitung" zu klären.

🟢🟡🔴 Neu: Das Ampelsystem mit Tischkarten

Wir führen ab den 13.03.2026 etwas Neues ein, das wir uns lange gewünscht haben: ein visuelles Gesprächssystem auf Basis des Ampelprinzips.

Warum ein Ampelsystem?

Ampelsysteme sind in der Autismus-Fachwelt weit verbreitet – sie sind intuitiv, eindeutig und brauchen keine Worte. Für viele neurodivergente Menschen ist nonverbales Signalisieren deutlich leichter als verbales Unterbrechen. Den richtigen Moment zu finden, um das Wort zu ergreifen, kostet enorm viel soziale Energie. Eine Tischkarte drehen dagegen ist klar, eindeutig - und braucht keine sozialen Verhandlungen.

Warum Tischkarten – und nicht Bälle?

Ursprünglich war das System mit farbigen Bällen geplant. Bälle haben sich jedoch als unpraktisch erwiesen: Sie rollen, liegen nicht auf der Stelle, und es war schwierig, ausreichend Bälle in allen Ampelfarben zu bekommen. Die TimeTEX Ampel-Tischkarten lösen genau diese Probleme: dreieckige Aufsteller aus laminiertem Karton, die stabil auf dem Tisch stehen und sich einfach drehen lassen. Jede Karte zeigt alle drei Ampelfarben, kleine farbige Punkte mit Pfeilen zeigen an, in welche Richtung man drehen muss, damit die gewünschte Farbe sichtbar ist. Das macht das System auch für Menschen zugänglich, die in aufregenden Momenten nicht lange nachdenken möchten. Ursprünglich für Schulklassen entwickelt, passt das Prinzip des lautlosen Signalisierens ohne den Fluss zu unterbrechen hervorragend zu unserer Gruppe. Für Menschen mit ADHS oder Autismus bedeutet das konkret: kein Abwägen von sozialen Signalen, kein Timing-Stress, keine Frage ob der eigene Impuls gerade passt. Die Karte übernimmt die Kommunikation, verlässlich, sichtbar und regelbasiert.

So funktioniert das System:

FarbeBedeutung
🟢 GrünDiese Person hat gerade das Wort
🟡 GelbIch möchte etwas zum aktuellen Thema sagen oder nachfragen
🔴 RotDringendes Anliegen – Pause, Notfall, kurze Unterbrechung

Auf dem Tisch liegen 3-5 Ampel-Tischkarten verteilt – für alle greifbar. So läuft es ab:

  • Wer spricht, nimmt eine Karte und stellt sie mit der grünen Seite vor sich hin.
  • Wer etwas fragen oder ergänzen möchte, nimmt eine Karte und stellt sie mit der gelben Seite vor sich – das Signal für die Moderation, einen passenden Übergang zu schaffen.
  • Bei einem dringenden Anliegen wird die Karte mit der roten Seite nach vorne gestellt – für Pausen, Notfälle oder wichtige Unterbrechungen.
  • Ist das Anliegen erledigt, kommt die Karte zurück in die Tischmitte – egal ob Grün, Gelb oder Rot.

Kein Aufzeigen. Kein Warten auf den richtigen Moment. Kein soziales Rätselraten.

Ein neuer Weg für neurodivergente Selbsthilfegruppen

Ein Gesprächssystem, das speziell für Selbsthilfegruppen mit ADHS und Autismus entwickelt wurde, existiert bisher kaum. Wir wissen aus Erfahrung, was es bedeutet, etwas zu entwickeln, das es so noch nicht gibt. Deshalb möchten wir euch an diesem Prozess teilhaben lassen – und hoffen, dass dieses System auch anderen Selbsthilfegruppen zugutekommen kann.

Wir haben das Gesprächskonzept bereits anderen Selbsthilfegruppen vorgestellt, in Gruppen außerhalb von ADHS und Autismus Themen. Dort hat es großen Zuspruch bekommen. Wir glauben, dass nonverbale Kommunikationssysteme in vielen Gruppenformaten einen echten Unterschied machen kann. Wir testen das ab dem 13.03.2026 und freuen uns auf euer Feedback dazu.

Wie ein Treffen bei uns abläuft

Die Gruppe findet offiziell von 15:15 bis 16:50 Uhr statt. Der Raum steht uns jedoch von 15:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung – so kannst du in Ruhe ankommen und ohne Druck gehen.

Wir nutzen selbst den ÖPNV und wissen aus Erfahrung: Züge fallen aus, Busse haben Verspätung. Wenn du später kommst, ist das kein Problem. Wir bitten dich nur: Wenn es später wird, gib uns direkt über unser Anmeldesystem im Termineintrag kurz Bescheid. So können wir besser planen und du musst dir keine Gedanken machen.

Wir treffen uns freitags alle 14 Tage (ungeraden Kalenderwoche) im Haus der Begegnungen in Bad Vilbel.

Ein Treffen läuft so ab:

Moderation & Rollen

Gruppenregeln

Klare Orientierung als Hilfestellung in der Nachbereitung

Dieses Angebot gibt es, um die Gruppengespräche möglichst wenig zu unterbrechen und allen Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, sich im eigenen Tempo zu vertiefen.Viele Themen, die in der Gruppe nur angeschnitten werden, werden auf der Website in ausführlichen Artikeln behandelt, sodass Interessierte sich dort detailliert informieren können.Nach jedem Termin gibt es eine kurze Zusammenfassung mit Links zu den Themen, die wir besprochen haben. Es handelt sich dabei nicht um eine inhaltliche Zusammenfassung oder Mitschrift, sondern um eine Orientierung, die es ermöglicht, sich bei Bedarf auf unserer Plattform zu den jeweiligen Themen zu vertiefen.Die Zusammenfassung ist im geschlossenen Forum‑Bereich der Selbsthilfegruppe Bad Vilbel zugänglich. Der Zugriff erfolgt nur für Teilnehmer der Beratungsstelle und der Selbsthilfegruppe in Bad Vilbel – und erst nach der Teilnahme durch das Team. So bleibt die Gruppe ein geschützter Raum, in dem keine Inhalte an die Öffentlichkeit gelangen.

Für wen ist die Selbsthilfegruppe?

Uns ist dabei eines wichtig: Wir sind eine Selbsthilfegruppe – kein Informationsabend. Was ist der Unterschied?

SelbsthilfegruppeInformationsgruppe
Regelmäßiger, tiefergehender AustauschEinmalige oder seltene Teilnahme
Erfahrungen teilen, gemeinsam wachsenKonkrete Infos holen und wieder gehen
Gegenseitige Unterstützung über ZeitFragen stellen, Antworten mitnehmen
Echte Verbindung zwischen TeilnehmernKein Interesse an dauerhaftem Austausch

Natürlich darf in unserer Gruppe auch über Medikamente, Diagnosen oder Anlaufstellen gesprochen werden – das gehört zum Alltag mit ADHS und Autismus dazu. Der Unterschied liegt nicht im Thema, sondern in der Haltung: Wer nur einmalig Informationen sucht und kein Interesse an einem dauerhaften Austausch hat, ist bei unseren anderen Angeboten besser aufgehoben:

Denn wenn sich neurodivergente Menschen die Mühe machen und alles auf sich nehmen, um live, real und in Person zu einem Treffen zu kommen, dann soll da echte Tiefe entstehen dürfen.

Die Beratungsstelle und Selbsthilfegruppe finden beide in denselben Räumen statt und werden vom ADHS & Autismus Beratungsnetzwerk Wetterau e.V. mit Betroffenen geleitet. Alles aus einem Guss.

Freizeitgruppe

Neben den regulären Treffen gibt es gelegentlich gemeinsame Freizeitaktivitäten – zum Wandern, Radfahren oder einfach gemeinsam draußen sein.

Warum die Doppeldiagnose ein eigenes Angebot braucht

Die Kombination aus ADHS und Autismus ist in der Selbsthilfelandschaft bis heute kaum vertreten. Studien zeigen, dass bei 30% bis 80% der Menschen mit Autismus gleichzeitig eine ADHS vorliegt – und dennoch gibt es kaum Anlaufstellen, die genau diese Kombination in den Mittelpunkt stellen.

Die Kombination aus ADHS und Autismus ist in der Selbsthilfelandschaft bis heute kaum vertreten. Studien zeigen, dass bei 30% bis 80% der Menschen mit Autismus gleichzeitig eine ADHS vorliegt – und dennoch gibt es kaum Anlaufstellen, die genau diese Kombination in den Mittelpunkt stellen.

Als wir 2022 begannen, ADHS und Autismus zusammen zu denken, gab es kaum vergleichbare Angebote in Deutschland. 2025 folgte der nächste Schritt: Gründung eines eigenen Vereins und einer lokalen Selbsthilfegruppe – weil der Bedarf auch vor Ort gedeckt werden muss. Inzwischen beobachten wir über unser Adressverzeichnis, dass immer mehr Gruppen mit diesem Fokus entstehen. Was die Gruppe dabei besonders macht: Sie wird von einem Verein getragen, nicht von einer einzelnen Person – das gibt ihr eine stabile, langfristige Struktur.

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Dieser Beitrag ist die aktualisierte Version unseres ursprünglichen Artikels zur Selbsthilfegruppe. Die ältere Fassung ist für Vereinsmitglieder im Archiv einsehbar.

Redaktionelle Angaben

Hinweise zur KI-Unterstützung

  • Ein oder mehrere Bilder in diesem Beitrag wurden mit Unterstützung von KI erstellt.

Redaktionelle Hinweise

Stand: 15.09.2026

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026

Über den Autor

Über den ADHS & Autismus Beratungsnetzwerk Wetterau e.V.

Was 2018 mit einem kleinem ADHS-Forum begann, hat sich kontinuierlich zu einem umfangreichen Forum entwickelt. Ab 2021 rückten wir Autismus näher in den Fokus. In diesem Jahr waren wir ein Teil des ADHS Deutschland e.V. – ein wichtiger Schritt um mit professionellem Know-How, Netzwerk und Ressourcen zu arbeiten. Bis es 2022 zu einer echten Verschmelzung gekommen ist: Wir sehen ADHS und Autismus zusammen, nicht getrennt – mit explizitem Fokus auf die Doppeldiagnose. Damit waren wir die erste Plattform überhaupt mit diesem Fokus. 2025 expandierten wir lokal: Gründung unseres eigenen Vereins, einer lokalen Selbsthilfegruppe und einer Beratungsstelle in Bad Vilbel im Wetteraukreis.

ADHSAutismus.de Vorstand