Martin Winklerr | Blog | ADHSSpektrum Community | adhsspektrum.com

Passend zum Selbsthilfetag 2026 in Bad Vilbel gibt es aktuell die Vereinsmitgliedschaft um 20% Reduziert Das Angebot ist stark Limitiert, schnell sein lohnt sich.

  • Moin,

    habe den Blog vor ein paar Tagen entdeckt. Finde das mit die Beste deutschsprachige Plattform mit Informationen zu dem Thema.

    *Link zum adhsspektrum entfernt*

    Enjoy :)

    Einmal editiert, zuletzt von jofine (14. November 2018 um 03:10) aus folgendem Grund: Wie immer - der geneigte Mensch möge bitte googlen :) wir haben uns mal gegen Fremdwerbung entschieden weil das ein zu weites Feld ist Und bevor wieder jemand nörgelt- ich habe ihn inzwischen live erlebt- kann ich nur empfehlen.

  • Ja der Blog ist sehr bekannt und der Autor sonst sehr präsent auf der INet... Passt es eben nicht jeden...

    Unkraut nennt man die Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht erkannt worden sind.

    RALPH WALDO EMERSON, amerikanischer Dichter und Philosoph

  • Quelle: https://adhsspektrum.com/2021/11/21/adhs-vor-der-schule/

  • FRÜHMORGENDLICHE ROUTINE, VOR DER SCHULE: VON 6 BIS 8 oder 9 UHR MORGENS

    Jedes Kind, Jugendliche(r) oder Erwachsene mit ADHS (bzw. den stillen Formen) ist individuell. Gemeinsam ist aber häufig, dass der Alltag mit dieser biologischen Konstitution durch ziemlich typische und wiederkehrende Beeinträchtigungen der Selbststeuerung geprägt ist.

    https://adhsspektrum.com/2021/11/21/adhs-vor-der-schule/

  • Quelle: https://adhsspektrum.com/2021/11/22/adhs-tweet/

  • Vorweg : Ob man nun Autismus-Spektrum-Störungen überhaupt "wegbehandeln" bzw. allein als Defizit bestimmter Botenstoffe oder Strukturen definiert, finde ich schon fraglich. Aber die Anwendung vom "Kuschelhormon" Oxytocin hört man (leider) immer wieder. Dabei spricht die Studienlage eben nicht für die Anwendung. Wenn man sich etwas mehr mit Autismus-Spektrum-Besonderheiten beschäftigt, kann man sich das auch denken..

    Auch wenn die Ergebnisse bisheriger Studien uneinheitlich sind, wird Oxytocin heute bereits bei vielen betroffenen Kindern off-label eingesetzt.

    Einiges spricht für die Anwendung von Oxytocin bei Autismus-Spektrum-Störungen: In Tierversuchen verbesserts Oxytocin Sozialverhalten und soziales Gedächtnis - beides ist bei autistischen Störungen gestört.

    Bei Menschen mit bekannten Entwicklungs- oder psychiatrischen Störungen führte die Anwendung von Oxytocin-Nasenspray zur Verbesserung von sozialem Zugehörigkeitsgefühl, sozialem Gedächtnis und Empathie.

    Zudem wurde in einigen Studie verminderte Oxytocin-Spiegel bei Kindern mit autistischen Störungen nachgewiesen - wenn auch nicht in allen.

    Die Arbeitsgruppe von Linmarie Sikich von der Duke University Durham, USA, haben jetzt in einer Phase-2-Studie die Wirksamkeit von intranasalem Oxytocin bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störungen untersucht.

    25 % waren zwischen 3 und 6 Jahren, 39 % zwischen 7 und 11 und 36 % zwischen 12 und 17.Sie erhielten über 24 Wochen randomisiert und doppelblind entweder intranasales Oxytocin oder Placebo.

    Primärer Endpunkt war die Besserung in der Aberrant Behavior Checklist Social Withdrawal subscale - sekundäre Endpunkte Verbesserungen in weiteren Tests zum Sozialverhalten und Veränderung des IQs.In der Entwicklung der ABCmSW zeigte sich keinerlei Unterschied zwischen den beiden Gruppen - egal ob die Kinder flüssig sprechen konnten oder nicht.

    Auch alle anderen Untersuchungen des Sozialverhaltens und des IQs ergaben keinen Vorteil für Oxytocin.

    Unter Oxytocin gaben die Kinder häufiger Appetitsteigerung, verstärkte Energie, Ruhelosigkeit, subjektiven Gewichtsverlust, vermehrten Durst, Unaufmerksamkeit und Myalgien an.

    Warum diese Studie anders als kleinere Voruntersuchungen keinen positiven Effekt hatte, kann verschiedene Ursachen haben, heißt es in einem Editorial von Daniel H. Geschwind von der University of California, USA. Möglicherweise gibt es ein kritisches Zeitfenster für die Wirksamkeit von Oxytocin, was bei dem breiten Altersspektrum nicht berücksichtigt wurde.

    Aufgrund der kurzen Halbwertzeit von Oxytocin im Gehirn, reichte eventuell auch die zweimal tägliche Applikation des Sprays nicht aus.

    Zudem ist die soziale Dysfunktion bei Autismus-Spektrum-Störungen sehr heterogen und menschliches Sozialverhalten hat zahlreiche Komponenten, die durch die Tests möglicherweise nicht vollständig erfasst werden.

    Quellen

    Linmarie Sikich et al; Intranasal Oxytocin in Children and Adolescents with Autism Spectrum Disorder; N Engl J Med (2021); 385: 1462-1473; DOI: 10/1056/NEJMoa2103583

    https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2103583

    Daniel H. Geschwind; Oxytocin for Autism Spectrum Disorder – Down, but not out; N Engl J Med (2021); 385:1524-1525; DOI: 10.1056/NEJMe2110158

    https://www.nejm.org/doi/pdf/10.105…ticleTools=true

    Dankend zur Verfügung gestellt durch ADHSSpektrum  web4health

  • Die folgende Studie finde ich ganz spannend, weil sie sich mit der Absage von Praxisterminen von Eltern von ADHS-Kindern beschäftigt.

    Die Absage ambulanter Termine bei Patienten mit AD/HD, die einen erheblichen Verlust darstellt, ist unseres Wissens nicht systematisch untersucht worden.

    Die Absagequote bei Patienten mit AD/HD betrug 12,3 % und war damit deutlich höher als bei Patienten mit PDD und DCD-CD. Die Verschreibung von Methylphenidat mit osmotischer Freisetzung (also Concerta) und von Antipsychotika wurde bei AD/HD-Patienten mit weniger Abbrüchen in Verbindung gebracht, obwohl diese Signifikanz in der Untergruppenanalyse, die nur Patienten im Alter von 6 Jahren einschloss, nicht gefunden wurde.

    Patienten mit AD/HD versäumten häufiger Termine als Patienten mit anderen psychiatrischen Störungen.

    Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ist die häufigste im Kindesalter auftretende neurologische Entwicklungsstörung und zeichnet sich durch anhaltende Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität aus, was zu Funktionseinschränkungen unterschiedlichen Ausmaßes führt . Die Prävalenz dieser Störung bei Kindern im Schulalter wird auf 3-12 % geschätzt . AD/HD beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten und ihrer Bezugspersonen erheblich.

    Da es mehrere wirksame pharmakologische und nicht-pharmakologische Behandlungsmöglichkeiten für AD/HD gibt, unterstreichen diese Ergebnisse die Notwendigkeit einer größeren Therapietreue, um bessere Ergebnisse für Patienten mit AD/HD zu erzielen. Allerdings suchen Patienten mit AD/HD ihre Klinik nicht regelmäßig auf, was zum Teil auf ihre intrinsischen Symptome wie Unaufmerksamkeit zurückzuführen ist.

    Um diese Lücke in der Literatur zu schließen, haben wir eine systematische Untersuchung der Abbruchraten bei Patienten mit AD/HD in einem spezialisierten Kinderkrankenhaus in Tokio, Japan, im Vergleich zu Patienten mit anderen pädiatrischen Erkrankungen durchgeführt.

    Anhand eines verallgemeinerten linearen Modells mit Binomialverteilung, das um Alter und Geschlecht bereinigt wurde, wurden die Abbruchquoten in den folgenden sieben Gruppen verglichen, die nach ihren Hauptdiagnosen klassifiziert wurden: AD/HD, tiefgreifende Entwicklungsstörungen, ID, Koordinationsstörungen und/oder Kommunikationsstörungen, CP und DS. Zur Vereinfachung der Analyse wurden Patienten, die die DSM-IV-TR-Kriterien für Entwicklungskoordinationsstörungen und Kommunikationsstörungen erfüllen, in der Gruppe DCD-CD zusammengefasst, da sie häufig nebeneinander auftreten.

    Vergleich der Abbruchquote zwischen Patienten mit AD/HD und den anderen Gruppen.

    Die vorliegende Studie enthält zwei Hauptergebnisse: Die Absage von ambulanten Terminen ohne Vorankündigung war bei Patienten mit AD/HD etwa doppelt so häufig wie bei Patienten mit PDD oder DCD-CD, und die Verschreibung von OROS-MPH oder Antipsychotika war mit weniger häufigen Absagen von Patienten mit AD/HD verbunden. Unseres Wissens ist dies die erste Studie, die zeigt, dass Patienten mit AD/HD ambulante Termine häufiger absagen als Kinder mit anderen psychiatrischen Erkrankungen, und die darauf hindeutet, dass einige Psychopharmaka vor versäumten klinischen Terminen schützen können.

    Die Ergebnisse sind für die an der Behandlung Beteiligten von großer Bedeutung, da sie bei Patienten mit AD/HD stärker als bei anderen Patienten darauf achten müssen, dass Termine rechtzeitig wahrgenommen werden.

    Potenziell wirksame Behandlungen könnten dazu beitragen, regelmäßige Nachuntersuchungen zu erleichtern, was wiederum die langfristigen Ergebnisse für Patienten mit AD/HD verbessern könnte. Die Tatsache, dass die Absagerate bei Patienten mit AD/HD signifikant höher war als bei Patienten mit PDD oder DCD-CD, könnte zumindest teilweise auf die für AD/HD typischen Unaufmerksamkeitssymptome zurückzuführen sein. Da das Durchschnittsalter der eingeschlossenen Patienten jedoch unter sechs Jahren lag und sie das Krankenhaus in der Regel mit ihren Eltern oder Betreuern besuchten, hätten diese Patienten in der Lage sein müssen, ihre Termine wie geplant wahrzunehmen, wenn ihre Eltern oder Betreuer sich an die Termine erinnert hätten.

    Bei Kindern von Müttern mit einer AD/HD-Diagnose wurde ein sechsfach höheres Risiko für eine AD/HD festgestellt. Bei den Verwandten von Probanden mit AD/HD wurde ein mindestens fünfmal höheres Risiko für AD/HD festgestellt. Das Risiko bei Verwandten von Probanden, bei denen AD/HD nach dem DSM-IV diagnostiziert wurde, betrug 16 %, während das Risiko bei Verwandten gesunder Kontrollpersonen bei 3 % lag. Ebenso wurde berichtet, dass das Risiko für eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung nach DSM-III bei Verwandten höher ist als bei gesunden Kontrollpersonen [15-18]. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines Behandlungsansatzes, der sich nicht nur an die Kinder, sondern auch an deren Eltern richtet, um die Behandlungsbereitschaft zu erhöhen.

    Obwohl in dieser Studie kein signifikanter Einfluss der psychiatrischen Familienanamnese auf die Abbruchraten in der AD/HD-Gruppe festgestellt wurde, ist anzumerken, dass in dieser Studie keine Informationen über das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein der AD/HD-Diagnose bei den Eltern oder Betreuungspersonen oder das Bewusstsein für AD/HD-Symptome bei ihnen erhoben wurden, die zu den Abbruchraten beitragen könnten.

    https://steadyhq.com/de/adhsspektru…52-e5c2f9b2b2be

    Dankend zur Verfügung gestellt durch ADHSSpektrum  web4health

  • Quelle: https://adhsspektrum.com/2021/12/04/adh…rtraeglichkeit/

  • Quelle: https://adhsspektrum.com/2021/12/05/ich-mag-adhs/

  • Quelle: https://adhsspektrum.com/2022/01/27/adh…enen-symposium/

  • Auf meiner Steady-Seite habe ich einen neuen Beitrag zu den basalen Fähigkeiten bzw. Abläufen am Tag gepostet.
    Gerade Routinen und Wiederholungen sind aber halt die Herausforderung bei ADHS. Und damit auch in meine Coaching der Alltagsfunktionen
    Hier geht es zum Beitrag

    Der Beitrag ADHS Routinen für den Tagesablauf erschien zuerst auf Blog ADHS-Spektrum .

    Quelle: https://adhsspektrum.com/2022/02/13/adhs-routinen-coaching/

  • Quelle: https://adhsspektrum.com/2022/02/26/web…wollen-ins-tun/

  • Quelle: https://adhsspektrum.com/2022/03/03/adh…dhs-bei-frauen/

  • Auf meiner Steady-Seite habe ich ein Poster / Infografik zur Rolle der Exekutivfunktionen aus Sicht von Schülern und Lehrern erstellt.
    Leider wird viel zu wenig der Perspektivenwechsel von uns Erwachsenen im pädagogischen bzw. auch therapeutischen Bereich vorgenommen, WARUM ein Kind oder Jugendlicher nicht ins Lernen kommen KANN.

    Melde dich für den Newsletter auf der Steady-Seite und / oder unterstütze die Aufklärung in Sachen Exekutivfunktionen u.a. durch Teilen des Beitrags.

    Der Beitrag Abwärtsspirale beim Lernen durch Probleme der Exekutivfunktionen erschien zuerst auf Blog ADHS-Spektrum .

    Quelle: https://adhsspektrum.com/2022/03/12/abw…utivfunktionen/

  • Quelle: https://adhsspektrum.com/2022/04/05/uno…nd-intelligenz/

  • Heute möchte ich auf eine spielerische und sehr ADHS-gerechte Methode hinweisen,, die aus meiner Sicht ein wenig in Vergessenheit geraten ist.

    Impro-Theater, also ausgeschrieben Improvisationstheater, wurde u.a. von der Münsteraner ADHS-Selbsthilfegruppe um Leif Viola, Dr. Walter Beerwerth und anderen Aktiven für ADHS-Selbsthilfe bzw. Selbstwirksamkeit untersucht.

    Ich selber habe damals sehr von Workshop-Anteilen u.a. mit Olaf Herzog profitiert und ab und an setze ich dann da Übungen auch gerne bei meinen Klienten ein.

    https://steadyhq.com/de/adhsspektru…c1-645ac342120a

  • ADHS erhöht die Gefahr unter Mobbing / Bullying zu leiden - aber natürlich auch selber zu mobben bzw. Gewalt gegen Gleichaltrige auszuüben

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    Neue Studie legt nahe, dass Mobbing bei Kindern mit ADHS häufiger vorkommt

    Einer neuen Studie zufolge, die im Journal of Attention Disorders veröffentlicht wurde, ist fast die Hälfte der Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung Opfer von Mobbing - mehr als doppelt so häufig wie ihre neurotypischen Altersgenossen.

    https://steadyhq.com/de/adhsspektru…17-055eadfc6ea8

  • Nichstun ist unglaublich anstrengend

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    Nichtstun bzw. den "Ausschalter für das Gehirn" umlegen zu können ist vermutlich der grösste Wunsch und die grösste Herausforderung für das neurodiverse Gehirn.

    Inzwischen weiss man, dass der sog. Default-Mode Zustand im Gehirn, also quasi der Ruhezustand unseres Gehirns, ganz und gar nichts mit "Nichtstun" zu tun hat. Dieser Zustand verbraucht vermutlich sogar mehr Energie als der "Aktivitäts-Mode".

    https://steadyhq.com/de/adhsspektru…f6-2d0268126cbc

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